Verlorene Väter - verlassene Kinder

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die schlimmste Krankheit ist heute nicht Lepra oder Tuberkulose. Vielmehr ist es das Gefühl des Ungewolltseins, des Nicht Versorgtseins und des Verlassenseins.

Leitgedanken

Neu

  • Die bittersten Worte, die Menschen einander sagen, wirken selten so entzweiend wie die ungesprochenen, die der eine vom anderen vergeblich erwartet. Hans Carossa
  • Tötet jemand den Körper, wird er zum Tode verurteilt; wer aber die Seele tötet, entkommt unerkannt. Khalil Gibran

A - G

  • Das Wichtigste, das ein Vater für seine Kinder tun kann, ist, ihre Mutter zu lieben. Henry Ward Beecher
  • Der Herr stützt alle, die fallen, / und richtet alle Gebeugten auf. Ps 145,14
  • Der Kummer, der nicht spricht, nagt am Herzen, bis es bricht. William Shakespeare
  • Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist. Mark Twain
  • Es ist besser, eine einzige Kerze anzuzünden, als über die Finsternis zu klagen. Chinesische Weisheit
  • Es ist gesünder, zu hoffen und das Mögliche zu schaffen, als zu schwärmen und nichts zu tun. Gottfried Keller
  • Es wäre besser an der Verhütung des Elends zu arbeiten, als die Zufluchtsorte für die Elenden zu vermehren. Denis Diderot
  • Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe. 1 Kor 13,13

H - Z

  • Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Mt 10,8
  • Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen. Ex 22,21
  • Je hilfloser ein Geschöpf ist, umso mehr Anspruch hat es, vom Menschen vor der Grausamkeit des Menschen beschützt zu werden. Mahatma Gandhi
  • Menschen mit einem Herzen aus Stein haben selbst am schwersten daran zu tragen. Helga Schäferling
  • Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen, / er hilft denen auf, die zerknirscht sind. Ps 24,19
  • Nicht müde werden sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten. Hilde Domin
  • Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Wilhelm Busch
  • Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern, können nur zusammen das Leben besteh'n. Gottes Segen soll sie begleiten, wenn sie ihre Wege geh'n. Quelle
  • Wenn die Elefanten streiten, werden die Blumen zertrampelt. Afrikanisches Sprichwort
  • Wenn unserm Nächsten Leid geschicht, ob wir´s auch nicht verspüren, so soll es doch aus Liebespflicht uns selber herzlich rühren. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf

Sonstiges

Ach, steh noch einmal auf, du toter Gott

Wege zum Vater

Und wenn nun mit dem Verstummen der Väter und Großväter auch der Gott der Väter und Großväter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs und Jesu verstummte und verstarb? Ein versteinerter Gott? Gott ist tot, sagt man in den Cafés und vermutet ihn nicht als Kraft der Auferstehung, die bei den Toten ist und die Toten längst bei ihren Namen rief! Und wenn es so wäre, dass die seit einer Generation beklagte Unfähigkeit zu trauern erst die Unfähigkeit zu lieben bedingen und in Gang setzen würde? Dann käme zuerst die Trauer und dann die Liebe. Und wenn dann die so vaterlos gewordene, versteinerte Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes ohne Väter nicht mehr fruchtbar sein kann und ausstirbt? Was wäre dann? Es ist hohe Zeit, mit den Steinen zu reden.

Väter in der Bibel

Gewalt, Patchwork-Familien und Vergebung Der kinderlose Jesus ist schon fast die Ausnahme: Die meisten Männer der Bibel sind Väter. Sie standen vor ähnlichen Herausforderungen wie Väter heute. Sie machten sich Gedanken über Kindererziehung, mussten mit Gewalt in der Familie umgehen oder lebten in Patchwork-Familien. Also keine heile Welt.


Wann ist ein Mann ein Mann? Was heißt es, Vater zu sein? Streng oder vergebend, weich oder autoritär, gnädig oder fordernd. Das Verhalten des Vaters prägt Menschen ihr Leben lang. Die biblischen Vatergeschichten sind erstaunlich aktuell: keine »Heile Welt«-Familien, sondern Erzählungen von gelingenden und scheiternden Vater-Rollen. Wichtige Impulse für Väter (und Kinder) heute, wenn es darum geht, die eigene Rolle und Identität zu finden.

Vergessene Väter, verlorene Kinder

Die Vormundschaftsbehörden haben eine Mitschuld daran, dass ich meine Kinder nicht mehr sehen kann», sagt ein geschiedener Vater. Er klagt an und schildert seine Erlebnisse.

Was bedeutet "Obsorge" ?

Obsorge ist das Recht auf

  1. Pflege (Gesundheit, Aufsicht, körperliches Wohl)
  2. Erziehung (Förderung von Anlagen, Neigungen, Fähigkeiten)
  3. gesetzliche Vertretung (vor Behörden, bei Gericht, bei Vertragsabschlüssen)
  4. Vermögensverwaltung eines Kindes

Söhne vermissen ihre Väter

Wie finden sich Söhne in der vaterlosen Gesellschaft zurecht? Wie kann ein Sohn ohne den männlichen Teil des Elternpaares mit der Aufgabe der Identitätsfindung fertig werden? Auf die Vatersuche nach 1945 konzentriert sich die vorliegende Arbeit. Neun deutschsprachige Autoren (Böll, Döblin, Härtling, Henisch, Harburger, Kunert, Schneider, Tumler und Walter) und deren Werke (Haus ohne Hüter, Hamlet, Nachgetragene Liebe, Die kleine Figur meines Vaters, Die Messe, Im Namen der Hüte, Vati, Aufschreibung aus Trient, Der Stumme) sind Gegenstand der literaturwissenschaftlichen Arbeit von Zeljko Uvanovi´c, der seine Arbeit auf Motivforschung und psychoanalytisch interessierter Literaturwissenschaft basiert. Dr. Zelijko Uvanovic ist Universitätsdozent für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Osijek (Kroatien).

Gleichnis vom verlorenen Vater

Es ist heute schwer, von dem Wort „Vater“ her ein Bild Gottes zu gewinnen, weil der Vater in unserer Gesellschaft kaum noch erscheint. Ein Theologe hat gesagt, heute müsste man nicht nur das Gleichnis vom verlorenen Sohn, sondern ein „Gleichnis vom verlorenen Vater“ schreiben. Er ist nicht mehr da oder verzerrt vorhanden.

Die verlorenen Väter

Umfragen und Publikationen, aber auch die schiere Beobachtung des Alltags belegen: Viele Väter sind in ihrer Rolle tief verunsichert und übertragen diese Verunsicherung auf ihre Frauen und Kinder. Wo liegen die Gründe? Und wichtiger: Was folgt daraus? - Eine weit verbreitete Scheu, notwendige Autorität auszuüben, bringt Verschiebungen beim Generationenverhältnis mit sich. Der Autor verweist auf enge Zusammenhänge zwischen Selbstbild, Vaterbild und Gottesbild. Dabei ist Vaterschaft allein empirisch gar nicht zu fassen; sie verweist vielmehr in die Transzendenz - ist doch Gott der eigentliche Vater der Menschen. Zu ihm sollen die irdischen Väter die ihnen Anvertrauten hinführen. Der Blick auf Beispiele in Bibel und Geschichte zeigt: Gelingende Vaterschaft ist nicht nur nötig, sondern auch möglich. - Ein gewiss unbequemes, aber heilsam aufrüttelndes Buch.


Cordes fordert ... die Rückkehr zu einem religiös fundierten Verständnis der Rollen von Männern und Vätern.

Die Rolle des Mannes wird bestimmt durch die Ablösung von der Frau bzw Mutter. „Der Junge muss lernen, nicht zur Frau zu werden“ (S. 32).

Die Rolle des Vaters besteht darin, die Beziehung des Kindes zur Mutter zu „entmischen“ (S. 25): „Es ist schließlich erst das Dazwischentreten des Vaters, durch das eine Mutter ihrem Kind zum Du wird. Sonst bildet sie mit dem Kind einen unauflösbaren Kokon, und hindert es, selbständig zu werden und sich der Wirklichkeit zu nähern.“ (S. 25) Im Anschluss an Erik Erikson betont Cordes die Unersetzlichkeit des Vaters für den Aufbau einer Identität und die Entstehung der Selbstachtung des Kindes: „‚Es gibt nämlich etwas, was nur ein Vater vermag: nur er kann das drohend Gebietende seiner Erscheinung durch das Hüteramt seiner leitenden, lenkenden Stimme ausgleichen.‘“ (S. 50, Zitat aus Eiksons Lutherstudie, S.134)

Väter und Töchter – die verlorene Beziehung

Die Psychologin Linda Nielsen arbeitet mit Herzblut an der Veränderung unbegründeter Stereotypen und zeigt, wie lebenswichtig Väter für ihre Töchter sind.

Vaterlose Gesellschaft

Viele Burschen wachsen ohne männliches Vorbild auf (verstärkt durch das starke Überwiegen von weiblichem Personal in der ganzen Erziehung). Bei den Burschen sind die Folgen besonders deutlich erkennbar, aber auch bei Mädchen spielt die Beziehung zum Vater für die Entwicklung, insbesondere für ihre Beziehungsfähigkeit, eine wesentliche Rolle. Manche verbringen ihr ganzes Leben mit der Suche nach dem Vater.


Die vaterlose Gesellschaft: Eine Polemik gegen die Abschaffung der Familie

Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft

Dieses Buch hat den Ruhm des Psychoanalytikers Alexander Mitscherlich als Zeit- und Gesellschaftskritiker international begründet. Mitscherlich entwirft ein sozialpsychologisches Bild unserer Epoche, das seine Gültigkeit bis heute nicht verloren hat. Er zeigt auf, wohin eine Gesellschaft steuert, die Abschied nimmt von symbolischen Vorbildern und Idealen. Insofern ist das Buch auch ein zutiefst pädagogischer Gesellschaftsentwurf. Die "Hierarchie der Vaterrolle" zerfällt, die prägenden Vorbilder verblassen. Die daraus entstehenden Konflikte erzeugen neuartige neurotische Verhaltensweisen wie Indifferenz dem Mitmenschen gegenüber, Aggressivität, Destruktivität und Angst. Als einen der folgenreichsten Konflikte unserer Zeit bezeichnet Mitscherlich die paradoxe Entwicklung, dass der Einzelne immer mehr "subjektive Autonomie" fordert und auch erlangt, zugleich sich aber den bürokratischen und anderen konformistischen Zwängen immer stärker unterordnen muss.


Alexander Mitscherlich war es, der in seiner berühmten Studie in den 60er Jahren die Folgen der Vaterlosigkeit für die Gesellschaft zum Thema machte. Er sprach von der „vaterlosen Gesellschaft“ und meinte damit die Erscheinung, daß die Industriegesellschaft auf Funktionen basiert. Es zählt nur noch die Leistung, das Geld, die Schönheit das Know-how, der Manager, der Macher, der Star und nicht mehr die Persönlichkeit. Das musste nach Alexander Mitscherlich zu einem Abbau der Bedeutung persönlicher Autorität in der Familie, der Schule, den Universitäten, den Kirchen, den Betrieben, der Politik führen. In den Massenmedien kommt dieser Verlust am deutlichsten zum Ausdruck.


Die schwierigste Form des „Vaterverlustes“ entsteht durch die Ehescheidung. Sie ist die schlimmste Plage unserer Gesellschaft. Hier sind die negativen Folgen für die Kinder am deutlichsten erkennbar, mit oft verhängnisvollen Auswirkungen, die den betroffenen Kindern und Jugendlichen nicht selten für das ganze Leben eine Prägung geben und oft schwer heilbar sind. Die Ursachen sind komplexer Art, sie hängen mit dem Vaterverlust, aber auch mit einer Reihe von anderen Faktoren zusammen wie der Reaktion der Mutter auf die Trennung, das Auftreten wirtschaftlicher Probleme, eventueller Wechsel der Wohnung, der Schule, des Freundeskreises usw. Vor allem stellt der Konflikt der Eltern vor, während und nach der Scheidung eine besondere Belastung für die Kinder dar. Dies beeinträchtigt stark die emotionale und soziale Integration, es kommt zu einer dürftigen Entwicklung des Charakters und des Verhaltens, zu Defiziten in den Schullei stungen. Auch Aggressivität und Depressionen gehören oft zu den negativen Folgen der Vaterentbehrung der Scheidungskinder. Viele Jungen wachsen heute oft ohne männliches Vorbild auf, verstärkt durch das starke Überwiegen von weiblichem Personal in der ganz en Erziehung.

Bei den Jungen sind die Folgen besonders deutlich erkennbar, aber auch bei Mädchen spielt die Beziehung zum Vater für die Entwicklung, insbesondere für ihre Beziehungsfähigkeit, eine wesentliche Rolle. Manche verbringen ihr ganzes Leben mit der Suche nach dem Vater. Vor allem besteht bei alleinerziehenden Müttern bei den Jungen gegenüber die Gefahr, sie zu verzärteln und zu „überbehüten“ (overprotection).


Nach Auffassung des Arztes für Neurologie und Psychiatrie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Freien Universität Berlin, Professor Horst Petri spielen Väter eine wesentliche Rolle in der Erziehung und führt das Fehlen der Vater zu tiefgreifenden negativen Folgen für die psychische Stabilität der Kinder.

Sorge- und Umgangsrecht

Wer für seine Kinder kämpft, kann sie verlieren. Wer nicht kämpft, hat sie schon verloren. [...] Die Aufkündigung und gerichtlich sanktionierte Beseitigung der Sorgepflicht – ganz oder teilweise – eines Elternteils durch den anderen Elternteil im Falle der Trennung ist unzulässig. Keinem Elternteil kann und darf es erlaubt sein, sich seiner elterlichen Verantwortung dem Kind gegenüber nach eigenem Gutdünken zu entziehen oder den anderen aus dieser Verantwortung heraus zu drängen. Da diese Pflichtenstellung naturrechtlich vorgegeben ist und nicht einer gesetzlichen Verleihung bedarf, kann und darf sie auch nicht aufkündbar sein.

Sind Väter notwendig

Die Wichtigkeit von Müttern wird selten angezweifelt, aber mit der Zunahme an alleinerziehenden Müttern stellt sich die Frage, wie wichtig es für Kinder ist, dass sie auch einen Vater erleben, der im Leben des Kindes eine Rolle spielt.

Schritt in die Zukunft

  1. Lebensräume schaffen, die menschenfreundlich sind und in Achtung mit der jeweiligen Kultur/Natur stehen. "Schönheit fördert das Wachstum der Humanität", sagte Friedrich Schiller.
  2. Hoher Umsatz des Gebens und des Nehmens. Jeder hat etwas zu geben und keiner kann alles allein.

Veränderungsvorhaben gelingen nicht durch kopflose Wendemanöver, sondern durch eine Kurskorrektur, die Identität wahrt und gleichzeitig einen heilsamen Fortschritt beinhaltet.

Gelungene Veränderungspläne bauen auf bisherige Errungenschaften, mildern deren Schwächen ab und nutzen die vorhandenen Ressourcen für einen guten Schritt in die Zukunft. Dies trifft für Familien oder für ein Unternehmen ebenso zu, wie für eine Einzelperson oder für ein ganzes Land. "Die Welt verändert sich nicht durch große Maßnahmen und Gesetze, sondern durch Taten, an denen viele Einzelne beteiligt sind", so Albert Schweitzer

Für Kinder einsetzen

[...] Elternentfremdung (PAS) tritt vor allem im Zusammenhang mit Sorge- und Umgangsrechtsstreitigkeiten auf. Das bewusst oder unbewusst beeinflusste Kind lehnt einen Elternteil ab, obwohl es keine Rechtfertigung dafür gibt. Zwei Faktoren wirken also zusammen:

  • die Programmierung (Indoktrinierung, Gehirnwäsche) idR durch einen Elternteil. Meist ist der Störer der Elternteil, bei dem das Kind lebt.
  • die Annahme dieser Programmierung durch das Kind, das die Ablehnung des anderen Elternteils zu seiner eigenen Sache macht und so seinen eigenen Beitrag zur Herabsetzung des anderen Elternteils leistet.

Die Folgen starker Entfremdung sind traumatisierend und prägen das ganze Leben des Opfers: Die Entwicklung einer eigenen Identität des Kindes, eines gesunden Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens sowie einer eigenen Wertskala wird eingeschränkt, ebenso seine Bindungs- und Beziehungsfähigkeit sowie seine Leistungsfähigkeit. Kontaktschwierigkeiten zu Gleichaltrigen häufen sich. Das Kind wird verstärkt gewalttätig entweder gegen sich selbst bis hin zum Suizid oder gegen andere. Es kommt zu Ablösungsproblemen aus dem Elternhaus in Form von gewaltsamen Ablöseerscheinungen oder durch Unfähigkeit, überhaupt eine Ablösung herbeizuführen. Es treten vermehrt Depressionen, Schizophrenie, Sektenmitgliedschaft, Alkohol- und Drogenprobleme auf. Diese verheerenden Folgen sind gute Gründe, sich für die Kinder und gegen die Entfremder einzusetzen, statt es beim herkömmlichen Nichtstun zu belassen.

Cochemer Modell

Die als Cochemer Modell bezeichnete Arbeitspraxis (daher auch Cochemer Praxis) ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Personen und Institutionen, die am familiengerichtlichen Verfahren beteiligt sind. Im Interesse der Kinder sollen die Eltern trotz Trennung in die Lage versetzt werden wieder miteinander zu sprechen, statt zu streiten, und die Bindung des Kindes zu beiden Eltern zuzulassen. Dieses vernetzte Arbeitsmodell wurde im Moselort Cochem 1992 initiiert und zunächst dort umgesetzt, genießt jedoch inzwischen bundesweit Anerkennung.

Verantwortung für Kinder

Wenn Eltern sich trennen, haben sie meistens gute Gründe. Nicht nachvollziehbar ist aber, wenn Eltern einen persönlichen Trennungskrieg zu Lasten ihrer hilflosen Kinder führen. Zu oft werden Väter nach einer Trennung weiter verteufelt, obwohl sie nur “anders” handeln als die Mutter. Die Kinder leiden, wenn sie nicht mehr lieben dürfen, ebenso wie der entfremdete Elternteil, der ohne sein Kind allein bleibt und oft an Depressionen, psychischer Lähmung und sozialer Vereinsamung leidet. Eine vom Kind geliebte Person zu zerstören, darf nicht gängige Praxis sein, um das eigene Ego zu befriedigen. In der Verantwortung für ein Kind liegt vor allem eben auch: die eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen!

Schmerzhafter Prozess

Wenn Eltern oder Paare mit Kindern sich trennen, ist häufig der Vater derjenige, der aus dem gemeinsamen Haushalt auszieht und in der Folge nicht mehr mit seinen Kindern im Alltag zusammenlebt. Für Väter - und Kinder - ist dies ein sehr schmerzhafter Prozess, der meist nur sehr schwer zu bewältigen ist.

Eltern-Kind-Entfremdung

Eltern-Kind-Entfremdung (EKE), auch elterliches Entfremdungssyndrom (engl. Parental Alienation Syndrome (PAS), beschreibt eine von Richard Gardner 1985 formulierte Störung, bei der ein Kind dauerhaft und zu Unrecht einen Elternteil herabsetzt und beleidigt.

Verbindungen