Fragmente

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Heimatrecht (Österreich)

Das österreichische Heimatrecht wurde von den Nationalsozialisten liquidiert. Genauer: Am 3.Juli 1938 wurde mit der Ersten Verordnung über die deutsche Staatsangehörigkeit im Lande Österreich die österreichische Bundes- und Landesbürgerschaft beseitigt und stattdessen die „deutsche Staatsangehörigkeit (Reichsangehörigkeit“ gesetzt. Die Erwerbs- und Verlustgründe wurden jedoch zunächst weiter nach den österreichischen Bestimmungen gehandhabt. Das Heimatrecht wurde erst ein Jahr später – und zwar für immer - mit der Zweiten Verordnung über die deutsche Staatsangehörigkeit vom 30. Juni 1939 aufgehoben.(GBlÖ 1938/237, § 4). Den gesamten Vorgang finden Sie detailliert in: Hannelore Burger – Harald Wendelin, Vertreibung, Rückkehr und Staatsbürgerschaft, Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission Bd, 7, München 2004, S. 272, und im Beitrag von Dieter Kolonovits, auf S. 11.

Bürgerrecht und Heimatort (Schweiz)

Jeder Schweizer Bürger besitzt einen Bürgerort, er ist Bürger (oder auch Burger) einer Gemeinde. Diese ist unabhängig von Geburts- oder Wohnort einer Person. Üblicherweise wird der Bürgerort vom Vater auf die Kinder vererbt. Was aber ist das besondere an einem Bürgerort? "Man ist nicht Schweizer und kann es auch nicht werden!" Was hier plakativ tönt bedeutet eben, dass jeder Schweizer seinen Bürgerort hat. Dieser Bürgerort (oder auch Heimatort) führt ein Heimatregister welches bestätigt, dass jemand Bürger einer bestimmten Gemeinde ist. Wer in der Schweiz Bürger einer Gemeinde ist, ist gleichzeitig auch Bürger des Kantons, in dem die Gemeinde liegt und damit auch automatisch Schweizer Staatsangehöriger. Man kann demzufolge auch nicht Schweizer Bürger werden, ohne Bürger eines Bürgerorts zu sein...